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Ole – der Schulhund

Hallo ich bin Ole.

Seit den Märzferien wohne ich bei Frau Dierck und ihrer Familie und schon bald nach meiner Eingewöhnung, durfte ich mit ihr in die Schule.

Bis zu den Sommerferien habe ich vor allem auf Frau Stalikas und Herrn Behrens aufgepasst. In den Pausen sind immer wieder liebe Kinder vorbei gekommen, die mich gestreichelt haben, und den Rest der Zeit habe ich herrlich geschlafen.

Frau Dierck hat mit mir am Wochenende erst die Welpenschule und dann die Junghundschule besucht. Die mache ich bei Lena Tangermann und ihrem Team von den Elbrudeln, und weil ich so kinderlieb und wissbegierig bin, darf ich sogar die Schulhundausbildung machen.

Nach den Ferien werde ich mein Frauchen in die Klasse 4d begleiten und freue mich schon sehr darauf, dort jede Menge Zuwendung zu bekommen. Ich liebe es mitten im Raum zu liegen und von Kindern gestreichelt zu werden. Natürlich kann es mir auch mal zu viel werden, dann ziehe ich mich gerne auf meine Decke zurück und zeige dadurch, dass ich in Ruhe gelassen werden möchte. Meine Hauptaufgabe wird dann sein: Ich bin da! Ich werde schnuppern, spielen, mich kraulen lassen, ich gehe herum und nehme Kontakt zu den Kindern auf. Ich bin einfach ein ganz normaler Hund.

Aber ein Hund im Klassenraum?
Mein Frauchen hat viel über HuPäisch, die „Hundgestützte Pädagogik“, gelernt und von den Erfahrungen mit Hunden in der Schule weiß man:

  • Hunde schaffen eine besondere Atmosphäre im Klassenraum
  • sie fördern und unterstützen einzelne SchüerInnen
  • unterstützen die Lehrerin
  • liefern motivierende Sprech- und Schreibanlässe
  • motivieren, ausführliches Wissen zum Thema Hund zu erarbeiten
  • sorgen für Bewegung an der frischen Luft

und vor allem:

  • sie stärken die sozial-emotionale Kompetenz aller Kinder!

Was ist das sozial-emotionale Kompetenz?
Emotionale Kompetenz ist der bewusste Umgang mit den eigenen Gefühlen. Die Kinder lernen im Umgang mit dem Hund u.a. mit ihrer Angst umzugehen. Von Natur aus ist die Angst eine wichtige Schutzfunktion. Kommt es jedoch zu einer Übersteigerung, dann stellt die Angst einen Störfaktor in der emotionalen und geistigen Entwicklung des Kindes dar. Gelingt es dem Kind aber, seine Angst zu erspüren und sie sich bewusst zu machen und zu überwinden, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es auch in anderen Lebensbereichen freier und selbstbewusster handeln kann. Der bewusste Umgang mit den eigenen Emotionen ermöglicht, Impulse leichter zu kontrollieren und Panikreaktionen zu vermeiden. So kann aggressives und Mittelpunkt-suchendes Verhalten reduziert werden.

Soziale Kompetenz bezieht die Gefühle anderer mit ein. Die Soziale Kompetenz ist die Fähigkeit, souverän, einfühlsam, gerecht und konstruktiv mit anderen und ihren Gefühlen umzugehen.

  • Teamfähigkeit
  • Empathie
  • das konstruktive Lösen von Konflikten
  • Bereitschaft zur Kooperation
  • Rücksichtnahme auf Mitmenschen und Umwelt
  • die Fähigkeit, ehrlich, verlässlich und respektvoll zu sein.


Wichtig dabei ist: das Wahrnehmen von Gefühlen und Stimmungen anderer. Durch Üben kann man soziale Kompetenz erlernen.

Die Stärkung der sozial-emotionalen Kompetenz der Kinder geschieht im Zusammensein mit Hunden automatisch. Der Hund nimmt den Kindern fast unbemerkt die Angst und vermittelt ihnen, wie man angemessen Kontakt aufnehmen und eine Beziehung aufbauen kann.

Über mich:

Ich heiße Isabel Dierck und bin seit Februar 2016 stellvertretende Schulleiterin an der Schule Kielortallee. Neben meinen Stellvertreteraufgaben, unterrichte ich vor allem Deutsch, im Augenblick in Jahrgang 4. Nachdem ich mit einem Cockerspaniel aufgewachsen bin, habe ich während meines Studiums einen Labrador-Schäferhundmischling aus dem Tierheim an meiner Seite gehabt. Der Wunsch nach einem Hund hat mich aber nicht in Ruhe gelassen. So habe ich in einer Fortbildung einen Schulhund kennengelernt und nachdem mein Mann zugestimmt und wir uns ausführlich über die Rassen informiert haben, haben wir uns für Ole entschieden. Ole ist ein Cockapoo. Ein Hybrid aus Amerikanischem Cocker und einem Zwergpudel. (Diese Rasse besitzt sehr viele positive Charaktereigenschaften. Es sind in der Regel sehr freundliche Hunde, die viel Geduld zeigen. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem optimalen Spielgefährten für Kinder. Auch in ungewohnten Situationen sind sie eher tolerant. Durch die Kreuzung mit dem Pudel sind Cockapoos sehr intelligent. Sie sind auffassungsbegabt und lassen sich verhältnismäßig leicht erziehen. )

Ole hat sich sehr schnell an das Leben in unserer Familie gewöhnt, er ist noch etwas verspielt, aber sehr geduldig. Er liebt es, in Kontakt mit Kindern zu sein, weiß aber auch bereits, wenn es für ihn besser ist, sich zurückzuziehen. Er ist ein sehr menschbezogener Hund, der aufgrund seines dicken, flauschigen und lockigen Fells nicht nur freundlich wirkt, sondern auch zum Streicheln einlädt.

Er begleitet mich fast täglich zur Schule und hat schnell einen festen Platz im Kollegium gefunden. Ich bin sehr froh, dass Herr Behrens und Frau Stalikas auf ihn aufpassen und alle Kollegen ihn so gut aufgenommen haben.

 

Selbstverständlich wird Ole regelmäßig dem Tierarzt vorgeführt, er hat alle nötigen Impfungen, wird regelmäßig entwurmt und verfügt über ein Gesundheitszeugnis, er ist haftpflichtversichert und natürlich bei der Stadt Hamburg registriert. 

 

 

Ole hat mich als feste Bezugsperson und kann nicht ausgeliehen werden. Er hat seinen Rückzugsraum im Klassenzimmer oder in den Verwaltungsbüros der Schule.

Bei Fragen:
Isabel Dierck
isabel.dierck@bsb.hamburg.de